Gutachten und Konzepte

Im Rahmen des Planungsprozesses für den Neubau bzw. die Nachrüstung bestehender Tunnelanlagen, aber auch in der Bauphase von Tunneln besteht das Erfordernis, einzelne Themen bzw. Fachgebiete etwas intensiver zu beleuchten. Dies können sowohl sicherheitstechnische Themen, wie die Evakuierung, die Selbst- und Fremdrettung, der Brandschutz und die Lüftung als auch Themen des Umweltschutzes, wie Lärm oder Schadstoffimmissionen sein.
Das Erstellen entsprechender Konzepte und Gutachten erfordert in der Regel Spezialkenntnisse, besondere Untersuchungsverfahren (Programme, Modelle) und Erfahrungen zur richtigen Bewertung der Ergebnisse.

Unsere Dienstleistungen umfassen im Einzelnen:

Erstellen von Lüftungskonzepten und Lüftungsgutachten für Straßentunnel auf Basis der RABT

Die Lüftung von Straßentunneln hat eine ausreichende Verdünnung der Fahrzeugemissionen, die Verhinderung unzulässiger Schadstoffimmissionen durch Tunnelabluft in der Umgebung des Tunnels und insbesondere im Brandfall die Selbstrettung der Tunnelnutzer auf den vorhandenen Fluchtwegen zu gewährleisten. Im Rahmen der Planung für den Neubau von Tunneln bzw. der Modernisierung von bestehenden Tunnelanlagen sind entsprechende Konzepte und Gutachten zu erarbeiten, die insbesondere folgende Teilaspekte abdecken:

  • Ermittlung des Luftbedarfs für den Regelbetrieb zur Verdünnung der Fahrzeugemissionen
  • Ermittlung der Anforderungen an die Lüftung im Brandfall
  • Variantenbetrachtung zur Auswahl eines geeigneten Lüftungssystems (erforderlichenfalls unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer Immissionsuntersuchung)
  • Dimensionierung des geeigneten Lüftungssystems
  • Festlegung eines Grobsteuerungskonzeptes für die Lüftung
  • Kostenschätzung

Durchführung von Immissionsuntersuchungen zur Ermittlung der Schadstoffbelastung an Tunnelportalen gemäß RABT

Beim Bau von Tunneln im städtischen Bereich bzw. mit angrenzender Wohnbebauung ist eine flächendeckende Ermittlung der lufthygienischen Belastungssituation für die Schadstoffimmissionen hinsichtlich Feinstaub (PM10 und PM2,5), Stickstoffdioxid (NO2) und Benzol durchzuführen. Dabei wird im Grundsatz folgende Vorgehensweise gewählt:

  • Bestandsaufnahme/ Ortsbesichtigung
  • Durchführung einer Verkehrsemissionsberechnung für die genannten Schadstoffe
  • Aufbau des Rechenmodells
  • Durchführung der Windfeld- und Ausbreitungsberechnungen
  • Festlegung der Hintergrundbelastung in Abstimmung mit dem Auftraggeber
  • Vergleichende Bewertung der ermittelten Immissionskenngrößen im Hinblick auf die Immissionsgrenzwerte der aktuellen BImSchV
  • Erforderlichenfalls Empfehlungen zu geeigneten Minderungs- bzw. Immissionsschutzmaßnahmen

Sicherheitsgutachten nach Leitfaden zur Erstellung einer Sicherheitsdokumentation gemäß RABT 2006

Brandschutzgutachten

Für Tunnelbauwerke können spezielle Anforderungen an den Brandschutz bestehen, wenn sie z.B. mit anderen Bauwerken (Gebäuden, Brücken o.ä.) verknüpft sind, unter einem Gewässer liegen oder an andere Infrastrukturen (Einkaufspassagen, Parkhäuser, o.ä.) angrenzen. Im Rahmen des Brandschutzgutachtens werden die speziellen Gefahren analysiert und geeignete Schutzmaßnahmen (baulich, technisch und organisatorisch) festgestellt.

Gutachten zur Entrauchung und Evakuierung von unterirdischen Personenverkehrsanlagen

Ebenso wie für viele Tunnelanlagen gibt es für unterirdische Personenverkehrsanlagen keine Standardlösung hinsichtlich des Brandschutzes sowie der Entrauchung und Evakuierung. Die Untersuchung und Bewertung der Evakuierung großer Menschenmengen erfordert in der Regel eine iterative Vorgehensweise, bei der die Rauchausbreitung ggf. unter Berücksichtigung zusätzlicher Maßnahmen (baulich, fahrzeugseitig, betrieblich und organisatorisch) mittels Brandsimulationen betrachtet wird und die Evakuierungszeit mit entsprechenden Modellen ermittelt wird.

Erstellen von Brandschutzkonzepten für Personenverkehrsanlagen gemäß Leitfaden für den Brandschutz in Personenverkehrsanlagen der Eisenbahnen des Bundes

Für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Erstellen von Brandschutzkonzepten für unterirdische Betriebsanlagen (ÖPNV)

Das Brandschutzkonzept  für unterirdische Betriebsanlagen soll eine Gesamtbewertung von Maßnahmen des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes beinhalten. Dabei sind insbesondere die Komponenten – Betriebsanlagen, Fahrzeuge, Betrieb und Organisation zu berücksichtigen. Für den Vergleich verschiedener Lösungsansätze sind entsprechende Risikobetrachtungen durchzuführen. Der Nachweis der Einhaltung des Schutzziels Selbst- und Fremdrettung erfolgt in der Regel durch Brandsimulationsberechnungen realistischer Szenarien und der Ermittlung der Selbstrettungszeit im Rahmen von Räumungsberechnungen.

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkonzept in der Bauphase von Tunnelanlagen

Ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkonzept ist bereits bei der Bauplanung aufzustellen und bei der Bauausführung fortzuschreiben. Grundlage dafür bildet der DAUB-Leitfaden für Planung und Umsetzung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkonzeptes auf Untertagebaustellen. Wesentliche Bestandteile dieses Konzeptes sind eine Risikoanalyse, eine Sicherheitsanalyse, ein Rettungskonzept, ein Brandschutzkonzept sowie für die Ausführungsphase ein Alarm- und Einsatzplan.

Gesamtsicherheitskonzept